„Auch die Pause ist Musik“, weiß Bill Evans – einer der talentiertesten amerikanischen Jazzpianisten des 20. Jahrhunderts. Nachdem er 1961 eines der berühmtesten Jazzalben aufgenommen hatte, erfuhr er wenige Tage später vom Tod eines befreundeten Musikers bei einem Autounfall. Evans hört auf zu spielen und verlässt New York, um nicht nur dem Heroin, sondern auch seinen unglücklichen persönlichen Beziehungen zu entfliehen. Der Film basiert auf dem Roman „The Break“ von Owen Martel, der die Handlung in die dunklen Bars und Salons New Yorks verlegt, während Evans wie ein Geist beschrieben wird. Indem er zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Klarheit und Rausch hin- und herwechselt, enthüllt der Film auf tiefgründige und subtile Weise die melancholische Dramatik der inneren Welt des Künstlers. Bei den Berlinale wurde der Film mit dem „Silbernen Bären“ für die beste Regie ausgezeichnet.
Grant Gee
Mit dem Film „Everybody Loves Bill Evans“ gibt der britische Dokumentarfilmregisseur Grant Gee sein Debüt als Spielfilmregisseur. Zuvor hatte er mit dem Film „The Gold Machine“ seine Dokumentarfilm-Trilogie abgeschlossen, zu der auch die Filme „Patience (After Sebald)“ und „Innocence of Memories“ gehörten. Bekannt wurde er auch durch die Musikdokumentationen „Joy Division“ und „Meeting People is Easy“, die der Band „Radiohead“ gewidmet sind. Grant Lee arbeitet regelmäßig für renommierte europäische Theater und Opernhäuser und unterrichtet Dokumentarfilm am University College London.
Darsteller: Anders Danielsen Lie, Bill Pulman, Barry Ward, Laurie Metcalf, Valene Kane
N-13
Sprache: Englisch
Untertitel: Litauisch