17. Jahrhundert, Deutschland. In einem protestantischen Dorf taucht ein Soldat mit einem von Narben übersäten Gesicht auf. Der Neuankömmling legt den Dorfbewohnern Dokumente vor, die belegen, dass er der Erbe eines längst verlassenen Hofes ist, und lässt sich trotz des Misstrauens der Einwohner dort nieder. Im Laufe der Zeit gewinnt er durch seine Gottesfurcht, seinen Mut und seine ehrliche Arbeit ihre Gunst. Doch gute Taten allein reichen nicht aus – die Einheimischen drängen ihn, eine Familie zu gründen und Nachkommen zu zeugen. Der Soldat verbirgt ein Geheimnis – er ist eine Frau, die sich als Mann ausgibt. Dieser dramatische und zugleich ironische Film ist eine Ode an die Frauen in der patriarchalischen Geschichte der Menschheit, die voller Blut und geheimnisvoller Verschwiegenheit ist. Die phänomenale Schauspielerin Sandra Hüller wurde für ihre Hauptrolle in diesem Film bei den Berliner Filmfestspielen mit dem „Silbernen Bären“ ausgezeichnet.
Regie: Markus Schleinzer
Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken