Die Oper entführt in einen existentiellen Raum, in dem sich Zeit, Erinnerung und die inneren Pole des Menschen durch die Figuren zweier Frauen – der Weißen und der Schwarzen – sowie des Mannes offenbaren. Sand wird hier zur Metapher für Wandel, Vergänglichkeit und ewigen Fluss, während die Form der Chacona ein Zeichen für sich wiederholende Bewegung und unvermeidliche Zyklizität ist. Eine besondere Rolle auf der Bühne spielt die Mitwirkung von Kindern und jungen Darstellern, die einen vielschichtigen Dialog zwischen Generationen und Erfahrungen schafft.
Das Projekt „Sand-Chacona“ belebt das historische Gedächtnis von Kleinlitauen und Klaipėda und schafft damit einen einzigartigen kulturellen Mehrwert für die Stadt. In der Aufführung wird durch Symbole wie Sand, Wasser, Sprache, Glauben und die Vergänglichkeit des Seins die Identität der Küstenregion hervorgehoben, was das einzigartige kulturelle Narrativ von Klaipėda stärkt.
Die Verbindung germanischer und baltisch-preußischer Traditionen ermöglicht es der Stadt, ihr multikulturelles Erbe in einem internationalen Kontext zu präsentieren, während das Kammerformat unterschiedliche Zielgruppen in verschiedenen Räumen anspricht. Es handelt sich um ein professionelles, originelles Werk, das den Stolz auf das lokale Erbe fördert und die kulturelle Identität von Klaipėda langfristig stärkt.
Die Hauptrollen spielen:
Die weiße Frau – Rita Petrauskaitė
Die schwarze Frau – Ernesta Stankutė
Der Mann – Gytis Šimelionis
Außerdem treten Schüler des Klaipėdaer Kinderoper-Studios sowie Schüler des Ballett- und zeitgenössischen Tanzstudios „Baleto erdvė“ auf, die die Erzählung durch Bewegung, Chor- und plastische Szenen ergänzen.